Montag, 4. August 2008

I work in the logistic. Ein Plädoyer für road rage

Road rage – also Wutausbrüche im Straßenverkehr – gibt es sicherlich sehr lange. Ich kann mir Reiter zu römischen Zeiten (deswegen haben wir noch Linksverkehr, ihr habt euch von dem französischen Zwerg beinflussen lassen) vorstellen, die einander "Mein Pferd hatte Vorfahrt, du Ar****!" an den Kopp geschmissen haben.

Was mich aufregt? Lichthupe? Notorische Mittelspurfahrer? Holländer in den Alpen unterwegs mit Wohnwagen? Sonntagsfahrer mit Hut und gehäkelter Klopapierhaube? Ja, auch. Aber vor allem Transportunternehmen, die noch nicht kapiert haben, dass Logistik logistics und nicht logistic heißt.

Zu allem Überfluß gibt es eine Messe in München mit dem doppeltgemoppelten denglischen Titel transport logistic:

http://www.transportlogistic.de/

Und überhaupt: die deutschen verwenden das Wort Logistik für ziemlich alles. Was zum Beispiel ist eigentlich Medienlogistik? Genug. Lass mich bitte ganz schnell rechts überholen…

Übrigens: dasselbe gilt für aerobics, politics, cosmetics, physics, statistics, acoustics und so weiter.

Kommentare:

7pc hat gesagt…

Medienlogistics, my dear friend, ist die Planung und Durchführung der Vertriebs von Medien, i.e. Zeitungen und andere Periodika, Speicher- und andere Inhaltsmedien und dergleichen. Auf 1200 Kilometern Autobahn habe ich das Wort ein Mal entdeckt ("Papier- und Medienlogistik"). Die restlichen Kilometer haben wir damit verbracht, "XXX-logistic", "trans air transportation", und "your fair, our care" zu bestaunen.

MCSquared hat gesagt…

your fair, our care ist echt gut (bzw schlecht)!