Donnerstag, 22. Februar 2018

Wieso ich wegen eines Sprachproblems Billy Graham in Ost-Berlin verpasste


Billy Graham ist diese Woche gestorben. Im Oktober 1982 (yes, a long, long time ago) weilte ich in Ost-Berlin und habe Germanistik, Slawistik und ganz kurz Marxismus-Leninismus (ich wurde nach zwei Wochen wegen frecher Wessi-Fragen auf sanfte Weise „ausgesperrt“) an der Humboldt studiert.


Das Thema meiner Diplomarbeit war „Die unabhängige Friedensbewegung in der DDR“, das viel mit der dortigen Kirche zu tun hatte (und oft zu „interessanten“ Diskussionen wegen verbotener Literatur an der Grenze führte). Als Billy in die Gethsemanekirche im Prenzelberg zum Predigen kam, bin ich also folgerichtig hingegangen.

Martin war damals Mauerspringer...


Alles war still. Von Billy und seinen DDR-Fans war nichts zu sehen. Nicht mal die Stasi war anwesend (ich habe inzwischen – nach 3 Jahre Wartezeit – meine Akte bekommen).

Denn ich habe damals nicht gewusst, dass (Ost-)Berliner mit Sonnabend Samstag und nicht Sonntag Abend meinen. Tja...

Mehr zu Billys DDR-Reise:

1 Kommentar:

Librarian hat gesagt…

Auch in anderen Gegenden Deutschlands sagt man Sonnabend zum Samstag. Als Kind fand ich das auch sehr verwirrend, und für mich ist und bleibt es der Samstag.
Billy Graham? Eine Persönlichkeit, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte und irgendwie unbestimmt der Meinung war, er sei schon längst gestorben...